Warum Drupal?

  • Autor: Karsten

Im Jahre 2010 hatte ich im Rahmen meiner Arbeitssuche die Gelegenheit ein Praktikum bei einem Webdesigner zu absolvieren.

Meine einzige Aufgabe bestand darin ein leistungsfähigeres Content Management System (CMS) als das bis dahin verwendete WordPress (WP) zu finden.

Unterm Strich kam dabei eines heraus: Drupal.

Schon seinerzeit gab es auch für WP sehr leistungsfähige Erweiterungen, die aber dann meist kostenpflichtig waren. Teilweise musste sogar eine monatliche Nutzungsgebühr entrichtet werden. Ist das noch immer so? Wer's weiß, bitte als Kommentar posten.

Auch in der Drupal-Community sind sogenannte Premium-Module immer wieder mal ein Thema. Konnten sich bisher aber nicht durchsetzen. Meine Meinung dazu ist folgende:

Drupal ist Open Source. Damit verpflichtet sich jeder, der dieses System erweitert (und Module sind genau das: Erweiterungen) dazu auch seine Module unter die Open Source-Lizenz zu stellen.

Nun höre ich schon die Proteste: Aber was ist denn mit den Themes? Sind die nicht auch Open Source? Da gibt es doch bergeweise Anbieter, die Geld für ihre Themes nehmen!

Richtig. Aber in meinen Augen liegt der Schwerpunkt bei Themes auf dem Design. Dem künstlerischen Aspekt. Und von Open Source-Kunst habe ich bisher noch nichts gehört.

Genug abgeschweift - zurück zum Thema. Hier ein paar beispielhafte Äußerungen von anderen, warum Drupal so toll ist:

-wunderkraut.net

“Schnelles, flexibles Framework

Wegen dieser Flexibilität aufbauend auf vorgefertigten Komponenten (Modulen) ist Drupal ein Content Management Framework (CMF) und nicht nur ein traditionelles Content Management System (CMS).

Traditionelle CMS wie Sitecore oder Typo3 steigern ihre Funktionalität durch das Entwickeln neuer Module, die programmiert werden müssen, zum Beispiel mit Java, PHP oder .NET…”

-www.redorbit.de

Drupal ist eines der weltweit führenden Open Source Content Management Systeme um anspruchsvolle, flexible und robuste Webseiten zu entwickeln.

Wir, als die Drupal Spezialisten aus München, haben haben die wichtigsten Gründe zusammen getragen, warum Drupal
auch für Ihre Webseite die richtige Wahl sein kann…”

-loom-berlin.com

“Seit 1999 haben wir mit verschiedenen Open Source Content-Management-Systemen gearbeitet und Erfahrungen gesammelt. 2007 haben wir uns für Drupal entschieden. Das Konzept hat uns auf Anhieb überzeugt und so begeistert, daß wir uns auf Drupal konzentrieren, um es wirklich zu beherrschen. Drei Gründe waren und sind entscheidend für uns:…”

-www.projektwaterkant.de

“Für die Verwendung von Drupal als Basissystem in der Webentwicklung gibt es sehr viele Gründe und der wohl ausschlaggebendste ist die unglaubliche Flexibilität des Systems. So ist Drupal weniger ein reines Contentmanagemantsystem als mehr ein CM-Framework, auf dessen Basis wir Ihre Wünsche und Vorstellungen realisieren können…”

-montenasoft.com

“…Was Drupal von anderen CMS Systemen unterscheidet, ist vor allem eine lebendige und große Online-Community. Im Vergleich mit der Konkurrenz schneidet Drupal um einiges besser ab wenn es darum geht Hilfe und Unterstutzung von der Community zu bekommen (im Moment ungefähr 250.000 registrierte Benutzer und Entwickler). …”

-www.drupal-agentur.com

“…Drupal ist eines der innovativsten Content-Management-Systeme für den Internetsektor. Es ist ein mächtiges Framework, welches in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zum Einsatz kommt und der Kreativität kaum Grenzen setzt. Mit Drupal lassen sich kleine Webpräsenzen oder auch umfangreiche oder komplexe Community-Plattformen schnell und qualitativ hochwertig realisieren. …”

All diesen Punkten stimme ich zu. Was mich persönlich am meisten fasziniert ist: “There’s a Module for that” (Dafür gibt es ein Modul).

Genau so, wie viele andere, die mit Drupal Webseiten erstellen, bin ich noch nie in die Verlegenheit geraten ein Modul programmieren zu müssen, um eine gewünschte Funktionalität zu erreichen. Die Drupal Community ist da wirklich sehr fleißig. Es gibt kaum etwas, dass es nicht gibt. Allerdings muss man schon mal verschiedene Module kombinieren, um sein Ziel zu erreichen.

Module, wie beispielsweise “rules” erweitern andere Module häufig in der Art, dass diese dann erst so richtig wertvoll werden.

Auch die Möglichkeit schnell und relativ einfach eigene Inhaltstypen zu erstellen hilft in Kombination mit z.B. dem Views-Modul oft aus der Klemme. Dabei können diese neuen Inhaltstypen oft einfach Kopien des Standardinhaltstyps “Article” sein. Zum Beispiel dann, wenn man Seiten erzeugen will, die eine thematisch begrenzte Auswahl aus allen vorhandenen Inhalte darstellen sollen.

Ein Beispiel:

Auf deiner Website hast du jede Menge Artikel über dein Spezialgebiet. Du möchtest aber auch deine Mitarbeiter kurz auf einer eigenen Seite vorstellen. Im Prinzip also alles gleich strukturierte Inhalte: z.B. ein Foto und Text.

Wenn du nun einen neuen Inhaltstyp “Mitarbeiter” anlegst, so bietet dir das Views-Modul eine einfache Art, deine Inhalte nach “Mitarbeiter” oder “Article” zu filtern.

Das solltest du schon bei der Planung deines Internetauftritts bedenken. Denn wenn du erst alle Inhalte in den Standard-Inhaltstyp “Article” klatschst, hast du ein Problem. Aus einem Beitrag vom Typ “Article” einen Beitrag vom Typ “Mitarbeiter” zu machen ist nämlich nicht so einfach möglich. Da gibt es auch meines Wissens nach kein Modul, das das erledigen kann. Wird es wohl auch nie geben, denke ich, denn bei sorgfältiger Planung deiner Homepage - die du natürlich immer machst;), stellt sich das Problem erst gar nicht. Und wo es kein Problem gibt, gibt es auch keine Lösung. So einfach ist das.

Klar, Drupal ist nicht so einfach zu handeln, wie beispielsweise WordPress, dafür ist es aber ein hochflexibles System, dass über die Leistungen jedes mir bekannten, vergleichbaren Systems hinaus geht. Und diese Flexibilität kann der interessierte Anwender aufgrund der hohen Modulvielfalt ohne jegliche Programmierkenntnisse nutzen (obwohl die natürlich auch nicht schaden können).

Fang einfach an, dich ein wenig damit zu beschäftigen. Ich helfe dir dabei.


Nicht vergessen: Bei Fragen - fragen! Nutze einfach den Kommentarbereich.

Karsten Paech

Aus Gandhi, der Film:

Auge um Auge führt nur dazu, dass die ganze Welt erblindet.

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